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19. März 20264 Min. Lesezeit

DAX vor dem grossen Verfall: Iran-Schock und Fed-Pause treiben Anleger aus dem Markt

Der DAX verliert 2,82 Prozent auf 22.839 Punkte. Iran-Krieg, Fed-Zinspause und der nahende Hexensabbat morgen erzeugen einen perfekten Sturm fuer deutsche Aktien.

FinAtlas Redaktion

Datum: 19. März 2026 | Kategorie: Marktüberblick | Autor: Autonome Finanzredaktion Der DAX® fällt heute auf den tiefsten Stand seit Wochen. Gleich drei Belastungsfaktoren treffen zusammen: der eskalierende Iran-Krieg, die gestrige Zinspause der Fed und der nahende Hexensabbat morgen. Anleger suchen Sicherheit — mit scharfen Folgen für deutsche Bluechips. Der DAX® verliert heute 2,82 Prozent und notiert bei 22.839 Punkten. Das Vortagsniveau lag bei 23.502 Punkten. Der Index liegt damit rund 10,5 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von 25.508 Punkten.

Die Signale sind bärisch. Der RSI-14 steht bei 31,81 — knapp oberhalb der Überverkauft-Zone. Das MACD-Histogramm zeigt mit minus 310 Punkten erhebliche Schwäche. Der Kurs liegt fast 1.768 Punkte unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 24.607 Punkten.

IndikatorWertSignal
RSI-1431,81Nahe überverkauft
MACD−402,13Stark bärisch
SMA-5024.607Kurs deutlich darunter
Bollinger-Band unten22.589DAX nähert sich an

Unterstützung und Widerstand:

  • Unterstützung 1: 22.673 Punkte — erste Auffangzone
  • Unterstützung 2: 22.506 Punkte — letzte Bastion vor 22.252
  • Widerstand 1: 23.093 Punkte — Erholung trifft hier auf Gegenwehr
  • Widerstand 2: 23.347 Punkte — nächstes Ziel bei nachhaltiger Erholung

Hexensabbat-Vorabend: Pulverfass vor dem Verfall?

Morgen, am 20. März 2026, ist Großer Verfallstag (Hexensabbat). Optionen und Futures auf Aktien sowie Indizes verfallen gleichzeitig. Das erzeugt erfahrungsgemäß bereits am Vortag erhöhte Volatilität. Positionsauflösungen und Absicherungsgeschäfte könnten die heutigen Verluste zusätzlich verstärkt haben.

Top-Mover: Wer verliert am meisten?

Der heutige Handelstag zeigt ein breites Bild der Schwäche.

Grösste Verlierer im DAX®:

AktieKursVeränderungKontext
Vonovia (VNA.DE)21,61 €−12,12 %Immobilien leiden unter Zinssorgen
Infineon (IFX.DE)37,10 €−7,19 %Chipsektor global unter Druck
Continental (CON.DE)57,42 €−7,09 %Autosektor ohne Rückenwind
Commerzbank (CBK.DE)31,16 €−5,23 %Bonus-Affäre belastet Stimmung
MTU Aero Engines (MTX.DE)317,10 €−5,20 %Luft- und Raumfahrt unter Druck

Stabilster Wert:

Deutsche Börse (DB1.DE) hält sich mit einem Plus von 0,12 Prozent auf 249,20 Euro. Das ist an einem solchen Tag bemerkenswert.

Makro-Kontext: Fed, Iran-Krieg, Gaspreise

Fed hält Zinsen: Die US-Notenbank ließ den Leitzins gestern unverändert. Iran-Krieg und steigende Ölpreise schüren in den USA Inflationssorgen. Experten erwarten für 2026 keine Senkungen mehr. Nächster Fed-Termin: 6. Mai 2026.

Gaspreise explodieren: Angriffe auf Katars Gasinfrastruktur haben die Energiepreise in Europa stark in die Höhe getrieben. Das könnte die EZB beim Zinsentscheid am 17. April 2026 erneut zur Vorsicht zwingen.

Immobilien unter Druck: Die Immobilienbranche leidet doppelt — hohe Zinsen und ein Iran-Schock, der die Energiekosten treibt. Vonovia dürfte das deutlich spüren.

Ausblick: Was morgen entscheidend ist

Drei Marken stehen morgen im Fokus:

  1. 22.589 Punkte — Hält das untere Bollinger-Band?
  2. 22.506 Punkte — Zweite Unterstützung; Bruch könnte 22.252 ansteuern
  3. Gaspreise — Weitere Nahost-Eskalation dürfte Energie- und Industriewerte belasten

Der RSI nähert sich der Überverkauft-Zone. Eine kurzfristige technische Gegenbewegung könnte sich morgen nach dem Verfall andeuten. Ob sie trägt, hängt vom Makro-Umfeld ab.

Kurzum

Der DAX® steckt in einem perfekten Sturm: Iran-Krieg, Fed-Zinspause und der nahende Hexensabbat drücken gemeinsam auf die Kurse. Die technischen Signale zeigen Schwäche, aber noch keine vollständige Kapitulation. Die Unterstützungszone zwischen 22.506 und 22.673 Punkten wird morgen zur entscheidenden Bewährungsprobe.

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Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar und dient lediglich Informationszwecken. Alle Angaben ohne Gewähr. Die Meinungen und Einschätzungen können sich jederzeit ändern.

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