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Zinsderivate – Caps, Floors und Collars

Definition

Zinsderivate wie Caps, Floors und Collars schützen Unternehmen und Investoren vor unerwünschten Zinsbewegungen durch Absicherung variabler Zinspositionen.

Zinsderivate – Caps, Floors und Collars

Zinsderivate sind OTC-Instrumente zur Absicherung von Zinsrisiken. Cap, Floor und Collar gehören zu den wichtigsten Instrumenten im Unternehmens-Treasury.

Interest Rate Cap

Ein Cap begrenzt die maximalen Zinskosten für variabel verzinsliche Schulden.

Beispiel:

  • Schuldner hat variablen EURIBOR-Kredit
  • Kauft Cap mit Strike 3 %
  • EURIBOR steigt auf 5 % → Cap zahlt 2 % Differenz
  • Maximale Zinsbelastung: 3 % + Cap-Prämie

Jede Periode des Caps heißt Caplet.

Interest Rate Floor

Ein Floor garantiert einen Mindestzinssatz für variabel verzinsliche Anleihen (aus Investorensicht).

Beispiel:

  • Anleger hat variabel verzinsliche Anleihe (EURIBOR)
  • Kauft Floor mit Strike 2 %
  • EURIBOR fällt auf 0,5 % → Floor zahlt 1,5 % Differenz
  • Mindestrendite: 2 % − Floor-Prämie

Interest Rate Collar

Ein Collar kombiniert Long Cap + Short Floor:

  • Begrenzt nach oben (Cap) und unten (Floor)
  • Short Floor teilfinanziert den Long Cap (Netto-Prämie niedriger)

Praxisanwendung

Unternehmen mit variablem Kredit (2024): EURIBOR + 1,5 % Aufschlag. Kauft 3 %-Cap zur Begrenzung des Risikos. Bei EURIBOR von 4,5 % zahlt das Unternehmen effektiv max. 3 + 1,5 = 4,5 % gesamt.

Cap-Bewertung

Caps werden als Portfolio von Caplets nach dem Black-Modell bewertet (Lognormale Forward-Rates).

Disclaimer: Dieser Artikel dient ausschließlich der Information. Keine Anlageberatung gemäß §34 WpHG.

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