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Zahlungsbilanz

Definition

Die Zahlungsbilanz ist die systematische Aufzeichnung aller wirtschaftlichen Transaktionen zwischen Inländern und Ausländern in einem Zeitraum. Sie umfasst die Leistungsbilanz, die Kapitalbilanz und die Devisenreservänderungen.

Was ist die Zahlungsbilanz?

Die Zahlungsbilanz (Balance of Payments) ist eine volkswirtschaftliche Buchhaltung, die alle wirtschaftlichen Transaktionen zwischen einem Land und dem Rest der Welt erfasst — Waren, Dienstleistungen, Kapitalflüsse und Reserven.

Hauptkonten der Zahlungsbilanz

Leistungsbilanz (Current Account):

  • Handelsbilanz: Export/Import von Waren
  • Dienstleistungsbilanz: Tourismus, Finanzdienstleistungen
  • Erwerbs- und Vermögenseinkommen
  • Laufende Übertragungen

Kapitalbilanz (Capital + Financial Account):

  • Direktinvestitionen (FDI)
  • Portfolioinvestitionen (Aktien, Anleihen)
  • Sonstige Kapitalflüsse

Devisenreservenänderungen: Veränderungen der Fremdwährungsbestände der Zentralbank.

Das Zahlungsbilanz-Gleichgewicht

Mathematisch gilt: Leistungsbilanz + Kapitalbilanz + Devisenreservenänderungen = 0

Ein Leistungsbilanzüberschuss (wie Deutschland) bedeutet: Das Land exportiert mehr Kapital als es importiert — es leiht der Welt Geld.

Bedeutung für Wechselkurse

Lauernd negative Zahlungsbilanzen schwächen die Währung. Chronische Überschüsse (Deutschland, China) erzeugen politischen Druck auf Auf- und Abwertungen.

Dieser Eintrag dient der Information und stellt keine Anlageberatung dar.

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