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Yield Curve Control (YCC)

Definition

Yield Curve Control ist ein geldpolitisches Instrument, bei dem die Zentralbank die Rendite einer bestimmten Anleihelaufzeit durch unbegrenzte Käufe oder Verkäufe auf einem Zielwert hält.

Yield Curve Control (YCC)

Was ist Yield Curve Control?

Während normale Zinspolitik nur den kurzfristigen Leitzins steuert, zielt YCC auf einen spezifischen Punkt der Zinsstrukturkurve — meist 10-jährige Staatsanleihen. Die Zentralbank verpflichtet sich, unbegrenzt Anleihen zu kaufen/verkaufen, um die Rendite im Zielband zu halten.

Historische Anwendungen

LandZeitraumZielrenditeErgebnis
USA1942–1951Max. 2,5 % (10J)Kriegsfinanzierung; aufgegeben wegen Inflation
Japan (BOJ)2016–2024±0,5 % um 0 % (10J)Deflationsbekämpfung; Yen-Abwertung
Australien2020–20210,1 % (3J)COVID-Krisenmaßnahme; aufgegeben 2021

BOJ als Fallstudie (2016–2024)

Die Bank of Japan hielt jahrelang 10-jährige JGB-Renditen nahe null. Folgen:

  • Kaufte zeitweise > 50 % aller ausstehenden JGBs
  • Massive Yen-Schwäche (USD/JPY: 115 → 152 in 2022)
  • Importierte Inflation durch schwachen Yen
  • Aufgabe des YCC-Rahmens April 2024

Auswirkungen auf Märkte

  • Yen-Carry-Trade: Investoren leihen günstig JPY, investieren in Hochzinswährungen
  • Aktienmarkt: Nikkei profitierte von QE-Expansion
  • Banken: Sinkende Margen durch flache Zinskurve

Unterschied zur normalen Zinspolitik

InstrumentSteuerungsgrößeVolumen
LeitzinsKurzfristzinsBegrenzt
QEMenge der KäufeBegrenzt
YCCRendite (Preis)Unbegrenzt

Disclaimer: Dieser Artikel dient ausschließlich der Information. Keine Anlageberatung gemäß §34 WpHG.

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