WpHG (Wertpapierhandelsgesetz)
Definition
Das WpHG (Wertpapierhandelsgesetz) ist das zentrale deutsche Gesetz zur Regulierung des Wertpapierhandels, zum Anlegerschutz und zur Transparenz auf dem Kapitalmarkt.
WpHG (Wertpapierhandelsgesetz)
Das Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) ist das Kerngesetz des deutschen Kapitalmarktrechts. Es regelt den Handel mit Wertpapieren, schützt Anleger und setzt EU-Vorgaben (MiFID II, MAR) in deutsches Recht um.
Wichtige Bereiche
1. Marktmissbrauch (§§ 119–134)
- Verbot des Insiderhandels
- Verbot der Marktmanipulation
- Pflichten zur Ad-hoc-Publizität
- Meldepflicht bei Directors' Dealings
2. Anlegerschutz (§§ 63–96)
- Wohlverhaltensregeln für Finanzdienstleister
- Geeignetheits- und Angemessenheitsprüfung
- Interessenkonflikt-Management
- Aufzeichnungs- und Dokumentationspflichten
3. Transparenzpflichten
- Stimmrechtsmitteilungen (§§ 33–47): Meldepflicht ab 3, 5, 10, 15, 20, 25, 30, 50, 75 % Stimmrechtsanteil
- Finanzberichterstattung: Halbjahres- und Jahresberichte
Meldeschwellen im Detail
| Schwelle | Meldefrist |
|---|---|
| 3, 5, 10, 15, 20, 25, 30, 50, 75 % | 4 Handelstage nach Über-/Unterschreiten |
| Directors' Dealings | 3 Werktage nach Transaktion |
Bußgelder
- Marktmanipulation: bis 5 Mio. € (Privatperson) oder 15 Mio. € / 15 % Jahresumsatz (Unternehmen)
- Verstöße gegen Transparenzpflichten: bis 10 Mio. €
Keine Rechtsberatung – nur allgemeine Information.
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