Volatility Smile und Volatility Skew
Definition
Volatility Smile beschreibt das Muster, bei dem Optionen weit aus dem Geld höhere implizite Volatilitäten aufweisen als Optionen am Geld — entgegen der Black-Scholes-Annahme konstanter Volatilität.
Was sind Volatility Smile und Skew?
Das Black-Scholes-Modell nimmt an, dass die implizite Volatilität (IV) für alle Strike-Preise und Laufzeiten einer Option konstant ist. In der Realität variiert die IV jedoch systematisch mit dem Strike-Preis — was zu charakteristischen Mustern führt:
Volatility Smile: Die IV ist sowohl für tiefe In-the-Money (ITM) als auch für tiefe Out-of-the-Money (OTM) Optionen höher als für At-the-Money (ATM) Optionen — die Kurve sieht wie ein Lächeln aus. Typisch bei Währungsoptionen.
Volatility Skew (Smirk): Die IV ist asymmetrisch — OTM Puts haben deutlich höhere IV als OTM Calls. Typisch für Aktienindizes (S&P 500, DAX). Grund: Anleger zahlen mehr für Absicherung (Put) als für spekulative Calls.
Warum entsteht der Skew?
- Crash-Angst: Anleger fürchten Marktcrashs mehr als gleichgroße Rallys → OTM Puts teurer
- Leverage-Effekt: Aktien werden volatiler, wenn sie fallen
- Angebots-Nachfrage: Portfolioversicherung treibt Put-Nachfrage
Skew-Messung
Der 25-Delta Skew ist ein gängiges Maß: Differenz der IV von 25-Delta Calls minus 25-Delta Puts. Negativer Skew (Puts teurer) ist der Normalzustand.
Verwandte Begriffe
Siehe auch: Implizite Volatilität, Option, VIX, Straddle
Dieser Eintrag dient der Information und stellt keine Anlageberatung dar.