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Swaption (Option auf Swap)

Definition

Eine Swaption ist eine Option, die dem Käufer das Recht, aber nicht die Pflicht einräumt, zu einem bestimmten Zeitpunkt in einen vordefinierten Zinsswap einzutreten.

Grundprinzip

Eine Swaption verbindet eine klassische Option mit einem Zinsswap. Der Käufer zahlt eine Optionsprämie und erhält das Recht, zu einem vereinbarten Ausübungsdatum in einen Swap einzutreten. Der zugrundeliegende Swap ist vollständig spezifiziert (Nennbetrag, Laufzeit, Festzins).

Typen

Payer Swaption: Recht, im Swap den fixen Zins zu ZAHLEN und variablen zu erhalten. Profitabel wenn Zinsen steigen (Festzins liegt unter Marktniveau bei Ausübung).

Receiver Swaption: Recht, den fixen Zins zu ERHALTEN und variablen zu zahlen. Profitabel wenn Zinsen fallen.

Ausübungsstile

  • European Swaption: Ausübung nur am Verfallsdatum
  • Bermudan Swaption: Ausübung an mehreren festen Terminen (typisch in kündbare Anleihen eingebettet)
  • American Swaption: Ausübung jederzeit (selten, theoretisch)

Berechnungsbeispiel

1-Jahres-Payer-Swaption auf 5J-Swap (Strike: 3,50 %, Nennbetrag: 20 Mio. EUR). Prämie: 80 bp = 160.000 EUR

Szenario A: In 1 Jahr ist 5J-Swap-Satz 4,20 % → Ausübung sinnvoll Barwert des Vorteils: (4,20 % − 3,50 %) × 20 Mio. × Annuitätenfaktor ≈ 600.000 EUR Netto-Profit: 600.000 − 160.000 = 440.000 EUR

Szenario B: Swap-Satz 3,10 % → Keine Ausübung, Verlust = Prämie 160.000 EUR

Bewertungsmodelle

Swaptions werden nach dem Black-76-Modell oder moderneren SABR-Modellen bewertet, die die Volatilität der Swap-Sätze (Swaption-Volatility-Cube) berücksichtigen. Die implizite Volatilität für 10J×10J-Swaptions (10J Option auf 10J Swap) lag 2023 bei ca. 70–100 bp (Normalvola).


Dieser Eintrag dient der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Investitionen in Wertpapiere sind mit Risiken verbunden. Bitte konsultieren Sie bei Anlageentscheidungen einen qualifizierten Finanzberater.

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