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Spread Trading

Definition

Spread Trading ist eine Handelsstrategie, bei der gleichzeitig eine Long- und eine Short-Position in verwandten Instrumenten eingegangen wird, um von der Veränderung der Preisdifferenz (Spread) zu profitieren.

Spread Trading

Was ist Spread Trading?

Statt auf absolute Kursbewegungen zu setzen, handelt der Spread Trader die Differenz zwischen zwei verwandten Werten. Die absolute Marktrichtung spielt eine untergeordnete Rolle — entscheidend ist, ob sich die Positionen auseinander- oder zusammenbewegen.

Arten von Spreads

1. Intra-Commodity-Spread (Calendar Spread)

Gleicher Rohstoff, verschiedene Laufzeiten:

  • Long März-Öl + Short Juni-Öl
  • Setzt auf Normalisierung der Terminkurve

2. Inter-Commodity-Spread (Crack Spread)

  • Crack Spread: Rohöl vs. Raffinerie-Produkte (Benzin + Heizöl)
  • Spark Spread: Erdgas vs. Strom
  • Crush Spread: Sojabohne vs. Sojaöl + Sojaschrot

3. Index-Spread

  • Long S&P 500 + Short NASDAQ (Value vs. Growth)
  • Long DAX + Short EuroStoxx (Deutschland vs. Europa)

Zahlenbeispiel: Crack Spread

Crack Spread = 3 × (Heizöl + Benzin) / 2 − Rohöl
             = [3 × (85 + 95) / 2] − 75 = 15 USD/Barrel

Historischer Durchschnitt: 10–15 USD/Barrel Bei > 20 USD: Raffinierien profitieren überdurchschnittlich

Vorteile gegenüber Direktinvestition

  • Geringere Margin-Anforderungen (bei Futures-Spreads)
  • Reduziertes Marktrisiko (Marktbewegungen kompensieren sich teilweise)
  • Trennt strukturelle Faktoren von Gesamtmarkt-Rauschen

Risiken

  • Spreadverbreiterung statt erwarteter Einengung
  • Korrelationsrisiko: Historische Beziehungen können brechen
  • Rollkosten bei Futures-basierten Spreads

Disclaimer: Dieser Artikel dient ausschließlich der Information. Keine Anlageberatung gemäß §34 WpHG.

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