Schlussauktion (Closing Auction)
Definition
Die Schlussauktion findet täglich am Ende des regulären Börsenhandels statt und bestimmt den offiziellen Schlusskurs. An XETRA beginnt sie um 17:30 Uhr und ist besonders wichtig für Indexberechnungen und den Handel großer institutioneller Orders.
Was ist die Schlussauktion?
Die Schlussauktion (Closing Auction) ist die abschließende Auktionsphase des Handelstages. Sie ermittelt den offiziellen Schlusskurs, der für Indexberechnungen, Fondspreisstellungen und die Bewertung von Finanzprodukten maßgeblich ist.
XETRA-Schlussauktion im Detail
| Zeit | Phase |
|---|---|
| 17:30 Uhr | Beginn der Schlussauktion |
| 17:35 Uhr (+/- Sekunden) | Zufälliger Schluss, Preisermittlung |
| 17:35–17:45 Uhr | Post-Trading: Stornierungen, Last Look |
Bedeutung für Indexberechnungen
Der DAX-Schlusskurs wird exakt zum Schlussauktionspreis der 40 DAX-Mitglieder berechnet. Dies ist deshalb wichtig, weil:
- ETF-Anbieter ihre Fondspreise (NAV) auf Basis der Schlusskurse berechnen
- Derivate (DAX-Futures, Optionen) zum Schlusskurs abgerechnet werden
- Portfoliomanager ihre Performance gegen den Schlusskurs messen
Volumenschwerpunkt der Schlussauktion
Mehr als 20-30 % des täglichen Handelsvolumens der DAX-Aktien konzentriert sich auf die Schlussauktion. Grund: Passive ETF-Fonds rebalancieren zum Schlusskurs, institutionelle Investoren exekutieren Large Orders mit geringerem Market Impact.
Strategische Nutzung
Institutionelle Investoren bevorzugen die Schlussauktion für große Transaktionen, da das hohe Volumen den Market Impact minimiert. "Market-on-Close" Orders werden speziell für die Schlussauktion platziert.
Dieser Eintrag dient der Information und stellt keine Anlageberatung dar.