Philip Fisher – Pionier des Growth Investing
Definition
Philip Fisher (1907–2004) begründete mit 'Common Stocks and Uncommon Profits' (1958) das Growth Investing und entwickelte die 'Scuttlebutt'-Methode zur qualitativen Unternehmensanalyse.
Biografie
Philip Fisher wurde 1907 in San Francisco geboren. Nach dem Studium an der Stanford Business School gründete er 1931 Fisher & Company. Sein Investmentfokus lag auf wachstumsstarken Technologie- und Industrieunternehmen, die er jahrzehntelang hielt – allen voran Motorola (Kauf 1955, Haltezeit 30+ Jahre).
Die Scuttlebutt-Methode
Fisher befragte systematisch Kunden, Lieferanten, Wettbewerber und Ex-Mitarbeiter eines Unternehmens, bevor er investierte. Diese als 'Scuttlebutt' (Gerüchteküche) bekannte Recherche lieferte ihm Einblicke, die Bilanzen allein nicht hergaben.
15 Punkte für den Aktienkauf
Fisher definierte 15 qualitative Kriterien, darunter: nachhaltiges Umsatzwachstum, überlegene F&E-Kompetenz, starke Verkaufsorganisation, faire Behandlung der Mitarbeiter und integres Management. Unternehmen, die alle 15 Punkte erfüllten, nannte er 'Outstanding Companies'.
Langfristiges Halten
Fisher plädierte für extrem lange Haltedauern: 'If the job has been correctly done when a common stock is purchased, the time to sell is – almost never.' Kurzfristige Schwankungen interessierten ihn kaum, solange die Unternehmensqualität intakt blieb.
Einfluss auf Buffett
Warren Buffett beschrieb sich selbst als '85 % Graham und 15 % Fisher'. Fischers qualitative Methoden ergänzten Grahams quantitativen Ansatz und formten Buffetts Fokus auf Unternehmen mit dauerhaften Wettbewerbsvorteilen ('Moats').
Dieser Eintrag dient der reinen Information und stellt keine Anlageberatung dar. Investitionen in Wertpapiere sind mit Risiken verbunden. Bitte konsultieren Sie bei Anlageentscheidungen einen qualifizierten Finanzberater.