OCO Order – One Cancels Other
Definition
Eine OCO Order (One-Cancels-Other) verknüpft zwei Orders miteinander: Sobald eine davon ausgeführt wird, wird die andere automatisch storniert. Typisch für gleichzeitiges Platzieren von Stop Loss und Take Profit.
Was ist eine OCO Order?
OCO steht für „One-Cancels-Other“. Es handelt sich um eine bedingte Orderverknüpfung, bei der zwei Orders gleichzeitig im Markt liegen, aber nur eine ausgeführt werden kann. Wird Order A ausgeführt, storniert das System Order B automatisch – und umgekehrt.
Typische Anwendungsfälle
Die OCO ist am häufigsten als Exit-Verknüpfung im Einsatz:
- Stop Loss + Take Profit: Zwei Exit-Orders für eine offene Position. Wird der Stop ausgelöst, wird das Take-Profit-Limit storniert. Wird das Gewinnziel erreicht, erlischt der Stop.
- Ausbruchshandel: OCO-Kauf-Limit über Widerstand + OCO-Verkauf-Stop unter Unterstützung. Welche Richtung auch immer der Kurs wählt – die Gegenorder wird automatisch storniert.
Konkretes Beispiel
SAP (SAP.DE) konsolidiert zwischen 175 und 185 Euro. Ein Trader platziert:
- OCO Order 1: Kauf-Limit bei 185,50 Euro (Ausbruch nach oben).
- OCO Order 2: Verkäufer-Stop bei 174,50 Euro (Ausbruch nach unten).
Brechen die Kurse über 185,50, wird Order 1 ausgeführt und Order 2 storniert. Der Trader ist nun Long in SAP.
Unterschied zur Bracket Order
Eine Bracket Order ist eine Dreier-Verknüpfung (Entry + Stop + Target), während OCO eine Zweier-Verknüpfung ist. Bracket Orders nutzen intern OCO für die Exit-Seite.
Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich der Information. Keine Anlageberatung gem. §34 WpHG.