Immobilien-ETFs – Vergleich und Auswahl
Definition
Immobilien-ETFs bilden Indizes aus börsennotierten Immobiliengesellschaften und REITs ab und bieten Anlegern kostengünstige, liquide und diversifizierte Teilhabe am globalen Immobilienmarkt.
Was sind Immobilien-ETFs?
Immobilien-ETFs sind börsengehandelte Indexfonds, die einen Immobilienindex nachbilden — etwa den FTSE EPRA Nareit Developed World Index, der über 300 REITs und Immobiliengesellschaften aus Industrieländern umfasst.
Wichtige Indizes
- FTSE EPRA Nareit Developed: Globaler Standard; enthält US-REITs, europäische und asiatische Immobilienkonzerne
- MSCI World Real Estate: Teil des MSCI-Universums
- iBoxx MSCI REIT Liquid: Auf liquide REITs beschränkt
Führende ETFs (Stand 2024)
- iShares Developed Markets Property Yield (IWDP): TER 0,59 %; ~3 Mrd. EUR AuM
- Xtrackers REIT ETF (XREA): TER 0,25 %; Fokus auf US-REITs
- Vanguard Real Estate ETF (VNQ): Größter US-REIT-ETF; TER 0,12 % (nur US-Markt)
ETF vs. direkter REIT-Kauf
| Kriterium | REIT-ETF | Einzel-REIT |
|---|---|---|
| Diversifikation | Hoch | Gering |
| Kosten | Niedrig (TER) | Transaktionskosten |
| Kontrolle | Keine | Volle Selektion |
| Dividende | Quartalsweise | Variabel |
Besteuerung in Deutschland
Ausschüttungen aus Immobilien-ETFs unterliegen der Abgeltungsteuer. Bei akkumulierenden ETFs fällt die Vorabpauschale an. Die Teilfreistellung von 60 % für Immobilienfonds-ETFs gilt nur bei einem Immobilienquotennachweis über 51 %.
Empfehlung
Für Basisinvestments eignen sich global diversifizierte ETFs wie IWDP oder VNQ. Aktive Anleger können mit Sektor-ETFs (nur Industrial-REITs, nur Healthcare-REITs) gezielte Themen-Expositionen aufbauen.
Dieser Eintrag dient der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Investitionen in Wertpapiere sind mit Risiken verbunden. Bitte konsultieren Sie bei Anlageentscheidungen einen qualifizierten Finanzberater.