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Haushaltskonsolidierung – Austerität und Schuldenabbau

Definition

Haushaltskonsolidierung bezeichnet staatliche Maßnahmen zur Senkung des Defizits – durch Ausgabenkürzungen oder Steuererhöhungen – mit unterschiedlichen Wachstumseffekten.

Haushaltskonsolidierung – Austerität und Schuldenabbau

Haushaltskonsolidierung (Fiskale Konsolidierung, Austerität) bezeichnet staatliche Maßnahmen zur Verringerung des Haushaltsdefizits und zur Stabilisierung der öffentlichen Schulden.

Instrumente der Konsolidierung

Ausgabenseitig

  • Kürzung von Sozialleistungen
  • Reduktion öffentlicher Investitionen
  • Lohnstopps im öffentlichen Dienst
  • Beamtenabbau

Einnahmeseitig

  • Steuererhöhungen (Einkommensteuer, Mehrwertsteuer)
  • Neue Steuern (Digitalsteuer, Finanztransaktionssteuer)
  • Schließung von Steuerschlupflöchern

Wachstumseffekte der Austerität

Keynesianische Sicht: Konsolidierung in Rezession = Kontraktiv (Multiplikator-Effekt verstärkt Abschwung).

Klassische Sicht: Expansion durch Vertrauensgewinn (Confidence Channel) – Unternehmen investieren mehr wenn Staatsfinanzen stabil.

IMF-Revidierung 2012: In der Eurokrise waren Konsolidierungs-Multiplikatoren größer als erwartet → Griechenlands Austerität verschlimmerte die Krise.

Griechenland 2010-2018

  • Defizit: 15,1 % BIP (2009) → 0,4 % BIP (2018)
  • BIP: −26 % kumulativ
  • Arbeitslosigkeit: 12 % → 28 %

Lehre: Tempo und Tiefe der Konsolidierung matter.

Schuldenbremse Deutschland

Verfassungsrang seit 2009: Strukturelles Defizit max. 0,35 % BIP. Krisen: Corona-Notfallklausel 2020-2022 → Schulden trotzdem stark gestiegen.

Disclaimer: Dieser Artikel dient ausschließlich der Information. Keine Anlageberatung gemäß §34 WpHG.

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