Handelsunterbrechung (Circuit Breaker)
Definition
Ein Circuit Breaker ist eine automatische Handelsunterbrechung an Börsen, die bei extremen Kursbewegungen ausgelöst wird, um Panikverkäufe zu dämpfen und Märkte zu stabilisieren.
Handelsunterbrechung (Circuit Breaker)
Ein Circuit Breaker (Sicherheitsunterbrechung) ist ein Mechanismus, der den Handel an einer Börse automatisch unterbricht, wenn der Index oder ein einzelnes Wertpapier eine vordefinierte Preisgrenze überschreitet. Dies soll Panikverkäufe und Flashcrashes verhindern.
NYSE/NASDAQ Circuit Breaker (S&P 500 Basis)
| Schwelle | Rückgang S&P 500 | Unterbrechung |
|---|---|---|
| Level 1 | -7 % | 15 Minuten (nur vor 15:25 ET) |
| Level 2 | -13 % | 15 Minuten (nur vor 15:25 ET) |
| Level 3 | -20 % | Handelsschluss für den Tag |
XETRA (Single-Stock Circuit Breaker)
Bei deutschen Aktien gibt es automatische Auktionen bei extremen Kursbewegungen:
- Volatilitätsunterbrechung: Kurs weicht >10 % vom Referenzpreis ab → 2-Minuten-Auktion
- Erweitertes Preislimit: Kurs >15 % → längere Pause
Historische Circuit-Breaker-Auslösungen
| Datum | Index | Auslöser |
|---|---|---|
| 27. Oktober 1997 | DJIA | Asienkrise: -7,2 % |
| 8. August 2011 | S&P 500 | US-Kreditabstufung |
| 9., 12., 16., 18. März 2020 | S&P 500 | Covid-Crash (4x Level 1) |
Kritik
- Können Panik verstärken statt dämpfen (Anleger wissen: „es ist schlimm")
- Keine Wirkung auf OTC-Derivate-Märkte
- Arbitrage-Möglichkeiten durch Timing
Keine Anlageberatung.
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