Zum Hauptinhalt springen
Zurück zum Lexikon

Gap Trading – Handel mit Kurslücken

Definition

Gap Trading nutzt Kurslücken (Gaps) im Chart – Preisbereiche ohne Handelsaktivität – als Handelssignale für Ausbrüche oder Rückkehrbewegungen.

Gap Trading – Kurslücken strategisch nutzen

Ein Gap (Kurslücke) entsteht, wenn der Eröffnungskurs deutlich vom vorherigen Schlusskurs abweicht – ein häufiges Phänomen nach Quartalsergebnissen oder Nachrichtenereignissen.

Gap-Typen

Common Gap (Alltägliche Lücke)

Entsteht im Seitwärtsmarkt, wird schnell wieder geschlossen. Kein besonderes Signal.

Breakaway Gap (Ausbruchslücke)

Tritt beim Ausbruch aus einer Trading-Range auf. Starkes Trendsignal.

Continuation Gap (Fortsetzungslücke)

Erscheint in der Mitte eines bestehenden Trends. Bestätigt den Trend.

Exhaustion Gap (Erschöpfungslücke)

Am Ende eines Trends – kurz vor Trendwende. Wird schnell geschlossen.

Gap-Fill-Theorie

Viele Trader glauben, dass Gaps "gefüllt werden müssen" (Kurs kehrt zurück). Statistiken zeigen:

  • ~70 % der Gaps werden innerhalb von Wochen/Monaten geschlossen
  • Exhaustion Gaps füllen sich schneller
  • Breakaway Gaps bleiben oft lange offen

Trading-Strategie: Fade the Gap

Strategie: Gegen die Gap-Richtung handeln (Reversion-to-Mean).

  • Gap-up → Short eröffnen mit Stop über Gap-Hoch
  • Gap-down → Long eröffnen mit Stop unter Gap-Tief

Funktioniert besonders gut bei Common Gaps in ruhigen Märkten.

Gap-Beispiele (DAX)

Quartalszahlen von SAP oder Volkswagen führen regelmäßig zu signifikanten Gaps von 3–8 %.

Disclaimer: Dieser Artikel dient ausschließlich der Information. Keine Anlageberatung gemäß §34 WpHG.

Gap TradingKurslückeGap FillAusbruchslückeTechnische Analyse