ESG (Environmental, Social, Governance)
Definition
ESG steht für Environmental (Umwelt), Social (Soziales) und Governance (Unternehmensführung) und beschreibt nicht-finanzielle Kriterien zur Beurteilung der Nachhaltigkeit und ethischen Wirkung von Unternehmen und Investments.
Was ist ESG?
ESG (Environmental, Social, Governance) ist ein Rahmenwerk zur Bewertung von Unternehmen und Investitionen nach nicht-finanziellen Faktoren. ESG-Investieren ist der Oberbegriff für nachhaltige, ethische oder verantwortungsvolle Geldanlage.
Die drei Säulen
E — Environmental (Umwelt)
- CO₂-Emissionen und Klimastrategie
- Energieverbrauch und erneuerbare Energien
- Ressourcennutzung, Wasserverbrauch, Biodiversität
- Kreislaufwirtschaft
S — Social (Soziales)
- Arbeitnehmerrechte und faire Löhne
- Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz
- Lieferketten-Standards
- Datenschutz und Kundenbeziehungen
G — Governance (Unternehmensführung)
- Vorstandsvergütung und -unabhängigkeit
- Transparenz und Antikorruption
- Aktionärsrechte
- Steuerstrategie
ESG-Ratings
Ratingagenturen wie MSCI ESG Research, Sustainalytics und ISS vergeben ESG-Scores. Methoden und Ergebnisse unterscheiden sich erheblich — Korrelation zwischen Anbietern liegt teils unter 50 %.
Regulierung in der EU
Die EU hat ESG durch mehrere Regulierungen vorangetrieben:
- SFDR: Klassifiziert Fonds in Artikel 6 (kein Fokus), 8 (ESG-Merkmale) und 9 (nachhaltiges Ziel)
- CSRD: Pflicht zur Nachhaltigkeitsberichterstattung für große Unternehmen
- EU-Taxonomie: Definition "ökologisch nachhaltiger" Aktivitäten
ESG-ETFs vs. klassische ETFs
ESG-ETFs schließen bestimmte Sektoren aus (Tabak, Waffen, Kohle) oder übergewichten ESG-Leader. Kosten sind leicht höher (TER 0,15–0,3 %).
Dieser Eintrag dient der Information und stellt keine Anlageberatung dar.