Devisenderivate – Währungsabsicherung
Definition
Devisenderivate wie Devisenoptionen und Währungsswaps werden zur Absicherung von Wechselkursrisiken in internationalen Portfolios und Unternehmensfinanzen eingesetzt.
Devisenderivate – Währungsabsicherung
Devisenderivate sind Finanzinstrumente, deren Wert von Wechselkursen abhängt. Sie dienen der Absicherung oder Spekulation im Devisenmarkt (Forex).
Wichtige Devisenderivate
Devisenterminkontarkt (Forward)
Fixiert den Wechselkurs für eine zukünftige Transaktion.
Beispiel (Exporteur):
- Erwartet USD-Einnahmen in 3 Monaten: 1 Mio. $
- Aktueller EUR/USD: 1,08
- Forward-Kurs abgeschlossen bei 1,08
- Risiko eliminiert – unabhängig vom Kurs in 3 Monaten
Devisenoptionen (FX Options)
- Call: Recht, USD zu kaufen (Importeur-Absicherung)
- Put: Recht, USD zu verkaufen (Exporteur-Absicherung)
- Bietet Absicherung mit Upside-Potential
Währungsswap (Cross-Currency Swap)
Tausch von Zinszahlungen in verschiedenen Währungen – für multinationale Finanzierung.
Hedging von Währungsrisiken im Portfolio
Internationale Aktien (z.B. S&P 500 ETF) tragen Währungsrisiko:
- EUR/USD sinkt von 1,10 auf 1,00: US-Aktien-ETF +9 % in USD → +20 % in EUR
- EUR/USD steigt von 1,10 auf 1,20: US-Aktien-ETF +9 % in USD → +0 % in EUR
Währungsgesicherter ETF (Hedged): Eliminiert dieses Risiko (gegen Gebühr).
Hedging-Kosten
Die Kosten einer Währungsabsicherung = Zinsdifferenz zwischen den Währungen. EUR/USD-Hedging (2024): US-Zinsen hoch → Hedging kostet ~3–4 % p.a. → Oft nicht sinnvoll für EUR-Anleger.
Disclaimer: Dieser Artikel dient ausschließlich der Information. Keine Anlageberatung gemäß §34 WpHG.