Designated Sponsor – Market Maker an der Börse
Definition
Ein Designated Sponsor ist ein spezialisierter Market Maker, der an der Frankfurter Börse für bestimmte Aktien verbindliche Kauf- und Verkaufskurse stellt und so die Liquidität sicherstellt.
Designated Sponsor – Market Maker an der Börse
Ein Designated Sponsor (DS) ist eine Bank oder ein Wertpapierhandelsunternehmen, das an der Frankfurter Wertpapierbörse (XETRA) für ausgewählte Aktien kontinuierlich Kauf- und Verkaufskurse stellt.
Aufgaben des Designated Sponsors
- Kurse stellen: Verbindliche Bid/Ask-Kurse innerhalb vorgeschriebener Spreads
- Mindestquotierungszeit: Min. 85 % der Handelszeit
- Mindestvolumen: Pro Kursstellung vorgeschriebenes Mindestvolumen
- Informationsversorgung: Ad-hoc-Pflichten kommunizieren
Vergütung
Designated Sponsors erhalten von der Deutsche Börse Group und/oder den Unternehmen:
- Reduzierte Handelsgebühren
- Vergütung für Marktpflegedienstleistungen
- Evtl. Zusatzvergütung durch das Emittentenunternehmen
Bedeutung für Anleger
Ohne Designated Sponsor können illiquide Aktien (besonders im SDAX/Scale) kaum gehandelt werden:
- Weite Spreads → Hohe implizite Transaktionskosten
- Keine Kurse → Kein sofortiger Handel möglich
Beispiel: Eine Aktie mit 2 € Bid/2,20 € Ask hat 10 % Spread → Anleger zahlt sofort 10 % "implizite Kosten".
Designated Sponsor vs. Market Maker
In anderen Kontexten wird auch "Market Maker" genutzt. An der Deutschen Börse ist "Designated Sponsor" der offizielle Term für XETRA.
Wichtige Designated Sponsor-Banken
Deutsche Bank, Commerzbank, Baader Bank, DZ BANK, HSBC Trinkaus.
Disclaimer: Dieser Artikel dient ausschließlich der Information. Keine Anlageberatung gemäß §34 WpHG.