Debt-to-Equity-Ratio – Verschuldungsgrad
Definition
Das Debt-to-Equity-Ratio (D/E) misst das Verhältnis von Fremd- zu Eigenkapital und zeigt, wie stark ein Unternehmen mit Schulden finanziert ist.
Debt-to-Equity-Ratio – Verschuldungsgrad
Das Debt-to-Equity-Ratio (D/E-Ratio, Verschuldungsgrad) ist eine Bilanzkennzahl, die das Verhältnis von Gesamtschulden zum Eigenkapital ausdrückt.
Formel
D/E-Ratio = Gesamtschulden / Eigenkapital
Beispiel Deutsche Lufthansa AG (2024):
- Gesamtschulden: ~15 Mrd. €
- Eigenkapital: ~8 Mrd. €
- D/E-Ratio: 15 / 8 = 1,9
Das bedeutet: Auf jeden Euro Eigenkapital kommen 1,90 € Schulden.
Interpretation
| D/E-Ratio | Bewertung |
|---|---|
| < 0,5 | Konservative Finanzierung |
| 0,5–1,5 | Moderat verschuldet |
| 1,5–3,0 | Höher verschuldet |
| > 3,0 | Stark gehebelt (Risiko) |
Branchenabhängige Normen
Banken und Versicherungen haben strukturell hohe D/E-Ratios (oft > 10), da ihre Geschäftsmodelle Fremdkapital erfordern. Technologieunternehmen arbeiten oft mit D/E < 1.
Leverage-Effekt
Schulden können die Eigenkapitalrendite (ROE) steigern – solange die Fremdkapitalzinsen unter der Gesamtkapitalrendite liegen. Bei steigenden Zinsen dreht sich dieser Effekt um.
Nettoverschuldung vs. Bruttoverschuldung
Besser als das D/E-Ratio ist oft das Nettoverschuldungs-Ratio:
Nettoverschuldung / EBITDA
Werte < 2x gelten als solide; > 4x als problematisch.
Disclaimer: Dieser Artikel dient ausschließlich der Information. Keine Anlageberatung gemäß §34 WpHG.