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Compliance im Kapitalmarkt

Definition

Compliance umfasst alle Maßnahmen zur Einhaltung von Gesetzen, Vorschriften und internen Richtlinien im Kapitalmarkt – von MiFID II bis MAR.

Compliance im Kapitalmarkt

Compliance bezeichnet die Gesamtheit aller Maßnahmen, die sicherstellen, dass ein Unternehmen und seine Mitarbeiter alle gesetzlichen und regulatorischen Anforderungen einhalten.

Zentrale Regulierungswerke (EU/Deutschland)

RegulierungInhalt
MiFID IIWohlverhaltensregeln, Transparenz, Produktgovernance
MAR (Marktmissbrauchsverordnung)Insiderhandel, Marktmanipulation
EMIRDerivate-Clearing, Reporting
SFTRWertpapierleihe-Reporting
PRIIPProduktinformationsblätter
AIFMDRegulierung alternativer Fonds

Kernpflichten im Kapitalmarkt

Know Your Customer (KYC)

Banken müssen Kunden und ihre wirtschaftlichen Eigentümer identifizieren → Geldwäscheprävention.

Best Execution

MiFID II verlangt, dass Aufträge zu besten Bedingungen ausgeführt werden (nicht nur nach Preis).

Product Governance

Produkte dürfen nur an geeignete Kunden (Zielmärkte) verkauft werden.

Interessenkonflikte

Konflikte zwischen Eigeninteressen der Bank und Kundeninteressen müssen offengelegt und verwaltet werden.

Compliance-Funktion in Banken

  • Chief Compliance Officer (CCO): Verantwortlich für gesamtes Compliance-Framework
  • Unabhängig von Handels- und Vertriebsabteilungen
  • Direkte Berichtslinie zum Vorstand

Sanktionen bei Verstößen

BaFin kann Geldbußen bis 5 Mio. € (natürliche Personen) oder 15 % des Gesamtumsatzes (Unternehmen) verhängen.

Disclaimer: Dieser Artikel dient ausschließlich der Information. Keine Rechtsberatung.

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