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Automatischer Informationsaustausch (AIA / CRS)

Definition

Beim automatischen Informationsaustausch (AIA) übermitteln Banken weltweit jährlich Kontodaten von Steuerausländern an deren Heimatbehörden — das System deckt über 100 Länder ab und macht Steuerhinterziehung im Ausland schwieriger.

Automatischer Informationsaustausch (AIA / CRS)

Was ist der AIA?

Der Automatische Informationsaustausch (AIA) oder Common Reporting Standard (CRS) ist ein globales System zum Austausch von Finanzkontoinformationen. Entwickelt von der OECD, 2014 eingeführt, heute über 100 teilnehmende Länder.

Ziel: Steuerausweichung durch Auslandskonten bekämpfen.

Welche Daten werden übermittelt?

Jährlich zum 31. Dezember werden gemeldet:

  • Name, Adresse, Steuer-ID des Kontoinhabers
  • Kontonummer und Name des Finanzinstituts
  • Kontosaldo zum Jahresende
  • Kapitalerträge (Zinsen, Dividenden, Veräußerungsgewinne)
  • Bruttobetrag von Veräußerungserlösen

Schwellenwerte

KontotypMeldeschwelle
Privatkonten (Bestandskonten)1.000.000 USD Saldo
Privatkonten (Neukonten)Keine Schwelle
Unternehmenskonten250.000 USD Saldo

Neue Privatkonten werden ohne Mindestbetrag gemeldet — jedes neu eröffnete Konto im Ausland fließt in den AIA ein.

FATCA vs. CRS

MerkmalFATCA (USA)CRS (OECD)
FokusUS-Steuerpflichtige weltweitGegenseitiger Austausch
Sanktionen30 % QuellensteuereinbehaltVertragsverletzung
TeilnehmerEinseitig (Nicht-US → USA)100+ bidirektional

Deutschland empfing über CRS 2022 rund 4,2 Mio. Datensätze und meldete umgekehrt ca. 3,8 Mio. Datensätze ins Ausland.

Disclaimer: Dieser Artikel dient ausschließlich der Information. Keine Anlageberatung gemäß §34 WpHG.

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